
Schwarzkümmelöl – voll im Trend
Kurztext für Eilige:
- voller wertvoller ätherischer Öle
- einsetzbar bei Pilzerkrankungen
- tötet Keime im Körper ab
- senkt Histamin und hält Cholesterin in Schach
- Vertreibt Zecken und Flöhe bei Haustieren
Schwarzkümmelöl wird immer interessanter, je mehr man darüber weiß:
… strotz von gesunden Ölen
Etwa sechzig Prozent des Schwarzkümmelöls besteht aus ungesättigten Fettsäuren und die sind wiederum für den Körper essenziell. Das heißt, der Mensch benötigt diese zum Überleben und sie müssen über die Nahrung zu geführt werden. Es beherbergt Aminosäuren, ohne die unser Körper nicht funktionieren könnte. Sie sind die Bausteine u.a. für Muskeln, das Immunsystem und das Hormonsystem. Jedes System hat individuelle Baupläne und braucht somit andere Bausteine. In Schwarzkümmelöl sind 6 verschiedene Aminosäuren nachgewiesen – also für eine Großbaustelle bestens geeignet.
… macht Darmpilz den Garaus
Pilze im Darm? Grundsätzlich ist das ganz normal. Pilze gehören zu einer gesunden, ausgewogenen Darmflora dazu. Damit unsere Verdauung möglichst reibungslos abläuft, verlässt sich der Körper nicht allein auf die Tätigkeit von Magen und Darm. Je nach Areal sind im Dick~ sowie im Dünndarm große unterschiedliche Mengen an spezifischen Mikroorganismen angesiedelt, die mit der Aufspaltung von Nahrungsbestandteilen beschäftigt sind. Gerät diese Symbiose durcheinander, sind weniger Bakterien vorhanden, haben die Pilze auf einmal genügend Platz, sich im Darm auszubreiten – der sogenannte Darmpilz (Candida Albicans) ist die Folge. Bemerkbar macht sich dieses Missverhältnis durch Blähungen, evtl. häufigem Durchfall oder auch Schwermetallgeschmack im Mund.
… lässt das Blut munter plätschern
mindestens zweitausend Jahre bevor es Aspirin gab, wusste man sich in der arabischen Welt zu helfen und setzte diesen Allrounder für solch gesundheitsfördernde Wirkungen wie freie Blutbahnen ein. Sind diese etwa verkalkt, entzündet oder verstopft gelangt nur wenig Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen des betroffenen Körperteils. Einem vorzeitigen Alterungsprozess bis hin zu degenerativen Krankheiten kann also die Stirn geboten werden.
… beruhigt Asthma
krampfartiges Zusammenziehen der Bronchen lässt den Menschen nach Luft ringen. Egal ob das Immunsystem auf Reize reagiert, die für andere Menschen als harmlos gelten oder eine allergische Reaktion vorliegt – Entspannung, bzw. Schwarzkümmelöl ist hier das Zauberwort und lässt uns wieder tief durchatmen.
… entspannt bei Allergien
Histamin schüttet der Körper sinnigerweise aus, wenn er blitzschnell zum Teil sehr große, weiße Blutkörperchen zur Abwehr transportieren möchte. Die Aufgabe des Histamins ist es alle Blutgefäße weit zu stellen, so dass weiße Blutkörperchen zu ihrem Zielort gelangen können. Problematisch können somit Allergische langzeit Reaktionen sein, bei denen sich dieser Erweiterungszustand nicht wieder rückbildet und ein Antihistaminikum gebraucht wird. Auch dafür hat sich Schwarzkümmelöl als Allroundtalent bedenkenlos qualifiziert.
… unterstütz das Immunsystem
Das in Schwarzkümmelöl enthaltene Thymochinon hilft Fremdkeime im Körper abzutöten. Schützt somit nicht nur vor Schnupfen, Husten sondern auch vor Durchfall Erkrankungen.
… pustet den Kopf frei
Alt bewährt gilt heute noch. Ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl auf dem Handrücken getropft und tief daran geschnuppert gibt zwar das Gefühl ein Messer schneide die Nase auf, aber die Kopfschmerzen weichen. Das war schon immer so.
… Ärger mit Zecken
ist eine sommerliche Plage für jeden Mensch, jeden Hund und jedes Pferd. Alle leiden unter diesen Blutsaugenden. Zum Glück sind Zecken nicht nur geruchsempfindlich, sie mögen schlichtweg den Geruch von Schwarzkümmelöl und schon gar kein Blut, das nach Schwarzkümmelöl riecht. Daher ist seit jeher Schwarzkümmelöl DAS natürliche Hausmittel gegen Zecken. Die Anwendung ob äußerlich, oder innerlich, bleibt in der Wirkung gleich.
Was ist Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Kümmel ?
Kümmel ist nicht mit Kümmel zu verwechseln und schon gar nicht mit Schwarzem Sesam.
Die Namensgebung des Kümmels kann verwirren. Die kleinen schwarzen dreikantigen Schwarzkümmelsamen sind weder mit dem hellbraunen, länglichen Kreuzkümmel noch mit unserem altbekannten dunkelbraunen sichelförmig gebogenen, prallen Kümmel verwandt. Auch geschmacklich sind sie völlig unterschiedlich und können sich bei Gerichten nicht gegenseitig ersetzen.
- Schwarzkümmel ist auch unter dem Namen Brotwurz bekannt. Auf Fladenbrot gestreut sieht er nicht nur dekorativ appetitlich aus, dieser Brotspezialität gibt Schwarzkümmel das geschmackliche „gewisse Etwas“. Der Geschmack von Schwarzkümmel ist etwas herb und erinnert leicht an Pfeffer, Nüsse und Thymian.
- Kreuzkümmel ist eher unter dem Namen Cumin bekannt. Er ist verwandt mit dem aus Deutschland stammenden herkömmlichen Kümmel, unterscheidet sich geschmacklich aber deutlich, besonders wenn in einer Pfanne – ohne Fett- leicht erwärmt. Den Geschmack von Cumin zu beschreiben, verlangt Phantasie. Würzig, bittersüß, holzig-erdig etwas wie Kampfer, dazu noch zitronig-frisch. Ebenso leicht süßlich, gleichzeitig herb, trägt ein röstiges Aroma und ist ein wenig scharf – ohne dabei jedoch an Pfeffer denken zu lassen. Am besten lässt man die eigenen Geschmackspapillen hier entscheiden welche Key-Note gerade dominant ist. Kombiniert wird er häufig mit Koriander und ist so aus der Indisch Orientalischen Küche nicht wegzudenken.
- Kümmel ist schon mehr als 4000 Jahre als Gewürz bekannt, kein Wunder, er strotz nur so voller wertvoller Inhaltstoffe. Im Mittelalter sprach man dem Kümmel magische Kräfte zu. Kümmelkörner in einem Beutel auf der Brust sollten z.B. vor Hexerei schützen. Karl der Große verfügte, dass Kümmel auf kaiserlichen Äckern und Klostergärten angepflanzt werden sollte, um ihn so mehr unter seinem Volk zu verbreiten. Mitgekocht oder pur, Gerichte die Blähungen auslösen könnten werden traditionell mit etwas Kümmel versehen, denn er besitzt krampflösende, verdauungsfördernde und appetitanregende Eigenschaften.
Überdies fördert Kümmel die Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut und regt den Gallenfluss an. Kümmel hat ein dominantes Eigenaroma, riecht süßlich, schmeckt leicht bitter und scharf. Speisen verleiht er einen derb-würzigen Geschmack. Noten von Anis und Fenchel kommen beim Genuss von Kümmel ebenfalls zum Vorschein. Trotz seiner langen Geschichte und wertvollem Beitrag zur heimischen Küche wird bis heute über den Einsatz von Kümmel gestritten: Die einen lieben Kümmel, die anderen können ihn nicht leiden.
Schwarzkümmel voll im Trend
Außerhalb des Landes bekommen traditionelle Gerichte und Zutaten endlich die Chance sich weiterzuentwickeln. So hat die moderne Gemüseküche Schwarzkümmel neu für sich entdeckt. Die vegetarische und vegane Küche boomt, hat sich dadurch längst als fester Bestandteil unserer Ernährung etabliert und steht auch bei Feinschmeckern hoch im Kurs. Die Zubereitungsarten von Rübe, Kohl und Co. sind raffinierter und vielfältiger geworden. Von Kartoffeln, Karotten, Kichererbsen und Kürbis über Kohl, Spinat, Gurken und Bohnen bis hin zu süßem Gebäck und Kuchen – Schwarzkümmel lässt sich enorm vielfältig einsetzen.
In guter Gesellschaft mit orientalischen Gewürzen lebt es sich leichter
Seine ursprüngliche Heimat liegt vermutlich im südöstlichen Mittelmeerraum, Mesopotamien und dem Iran. Genau dort findet der Schwarzkümmel mit seinem breiten Aromenspektrum noch heute die vielfältigste Verwendung. So streut man die kleinen Samen in der Türkei traditionell aufs Fladenbrot und auf anderes Gebäck. In Indien wiederum ist Schwarzkümmel Bestandteil klassischer Gewürzmischungen. Und nicht nur geschmacklich besticht das Gewürz, es sieht obendrein auch noch appetitlich aus.
Im Winter essen wir mit Vorliebe Lebkuchen. Die stecken voller Gewürze die den Körper von innen erwärmen. Wenn ein Inder friert, reibt er sich Hände und Füße mit Zimt ein. Wenn eine Inderin ihr Neugeborenes stillt, werden ihre Speisen mit Bockshornkleesamen angereichert. Das fördert den Milchfluss. Kurkuma wird bei Dickdarmkrebs verwendet. Nelke ist ein hoher Radikalfänger, Pfeffer wirkt dadurch antibakteriell, da der Mund besser durchblutet wird und man so weniger anfällig für Erkältungen ist. Chili, entgegen der landläufigen Meinung ist ein Gewürz, das Magenschleimhäute extrem schont. Es greift den Helicobacter an, ein Stäbchenbakterium, das Magengeschwüre und Krebs mit verursachen kann.
Warme Milch mit Kümmel linderte im alten Babylonien schon vor 4 Tausend Jahren Bauchschmerzen. Knoblauch bekämpft schon immer Bakterien und Pilze, Arterienverkalkung und Bluthochdruck. Die Hochkulturen der Ägypter, Babylonier und Hindi wussten, dass Gewürze wirken, aber sie wussten nicht, warum. Deshalb haben sie praktischer Weise den Göttern die Wirkung zugeschrieben.
Der extra Tipp:
Schwarzer Sesam ist kein Schwarzkümmel! Mit dem zum Verwechseln ähnlichen schwarzen Sesam, der in der Asia-Küche z.B. für Sushi verwendet wird, besitzt Schwarzkümmel weder Verwandtschaft oder geschmackliche Gemeinsamkeiten. Den Unterschied kann man leicht überprüfen: Schwarzer Sesam ist viel kleiner und besitzt wie heller Sesam eine flache Tropfenform. Schwarzkümmel hingegen fasziniert mit seinen 3 markante Kanten.
Vorteile der Einnahme in Kapselform
Schwarzkümmelöl Kapseln sind bestens geeignet für Menschen, die regelmäßig Schwarzkümmelöl innerlich anwenden möchten, sich aber mit dem intensiven Geschmack nicht anfreunden mögen. Zudem hat man bei dieser Darreichungsform die Gewissheit, dass der Körper egal ob zu Hause oder Unterwegs immer die gleiche Menge zur Verfügung gestellt bekommt. Schwarzkümmelöl Kapseln mit Vitamin E bieten zusätzlichen antioxidativen Schutz. In Form von Schwarzkümmelöl als Öl verwenden Sie zur Dosierung keinen Metalllöffel, sondern einen aus Plastik und nehmen das Öl immer vor den Mahlzeiten ein. Wer das Immunsystem stärken möchte, kann jeden Morgen einen Teelöffel Schwarzkümmelöl zusammen mit dem Frühstück einnehmen.
Die Historie voller Geheimnisse
Ohne Salz geht es nicht, aber Gewürze sind das Nonplusultra für ein aufregendes Leben.Dort, wo die Gewürze herkommen, dachte man, dort muss der Garten Eden sein, das Paradies. Man wusste ja nicht genau, wo die wirklich herkamen. Das blieb lange ein Geheimnis der Zwischenhändler. Die Geschichte der Gewürze besteht aber aus oft geheimnisumwitternden, oft auch Blutrünstigen Kapiteln.
Auf den Molukken wurde die Todesstrafe auf den Diebstahl von Nelken- und Muskatnuss-Pflanzen verhängt. Als dann in einer waghalsigen Aktion einige Pflanze gestohlen wurden, gab’s zehn Jahre später die erste Ernte auf Madagaskar. Damit war das Monopol geknackt! Dem Pfeffer ging es genau wie den Nelken.
Nachdem Konstantinopel 1453 von den Türken eingenommen wurde, bedeutete es für die Europäer erst einmal das Ende des Gewürzhandels. Auf der Suche nach neuen Märkten sind die Spanier nach Südwesten, Kolumbus nach Amerika, die Portugiesen nach Osten, die Engländer nach Indien ausgeschwärmt. Mit dem Zugriff auf den Gewürzhandel blühte das Abendland wieder auf. Der ganze Reichtum Venedigs kam nur wegen des Gewürzhandels zustande.
Muskat wirkt Stimmungsaufhellend. Klosterschwestern haben Muskat gekaut, um sich wegzubeamen, damit sie das lange Beten und Singen aushalten. Die Römer, so sie es sich leisten konnten, haben Safran bei Augenleiden in ihre Speisen gemischt, es schützt die Netzhaut vor UV-Strahlen. Zu guter Letzt, der leckere Kardamom. Die Araber geben ihn in ihren Kaffee, denn er schont den Magen, wirkt entzündungshemmend, ist gut fürs Zahnfleisch und schützt den Zahnschmelz. Vor allem aber regt er den Hirnstoffwechsel an und fördert die Konzentration. Beduinen kauen auf Kardamom-Kapseln, Profischachspieler ebenfalls. Karamellisiert werden sie immer gerne auf Partys geknabbert, wenn der Abend länger werden soll.
Das sollten sie unbedingt wissen:
Nach der 812 von Karl dem Großen erlassenen Landesgüterverordnung musste jedes Kloster über 89 verschiedene Heilpflanzen anbauen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Klöster haben das Wissen der Araber gesammelt und mit der einheimischen Kräuterheilkunde zur wahren, überlieferten und bewährten Heilkunde verschmolzen.Der ausgefallene Schwarzkümmel
Sie schlagen schon auf den ersten Blick aus der Art: die kleinen, dreikantigen und fast samtig anmutenden Schwarzkümmelkörner. Sie sind die Samen eines Hahnenfußgewächses und eng verwandt mit unserer wunderschönen alten Bauerngartenpflanze "Jungfer im Grünen". Unter dem botanischen Namen des Schwarzkümmels, Nigella sativa, kurz Nigella steht er sogar häufig in Rezepten.Mehr erfahren »
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